Portraitfotografie

Unter Portrait versteht man die Darstellung von Personen ganz allgemein. Besonders interessant sind Portraits die über den Menschen mehr aussagen als nur seine äußere Hülle wiederzugeben. Beispiele für solch aussagekräftige Portraits findet man auf der Homepage von Bernward Reul. Dabei spielen die Situation, die Umgebung, die Körperhaltung, der Gesichtsausdruck und vieles mehr eine Rolle. Diese spannenden Momente mit der Kamera einzufangen oder für ein Portrait zu inszenieren sehe ich als interessante Herausforderung und einen Schwerpunkt meiner Aufnahmen. Dabei ist, insbesondere bei inszenierten Portraits, wichtig, dass zwischen dem Modell und dem Fotografen ein gewisses Vertrauensverhältnis besteht. Dazu lege ich großen Wert darauf, dass man sich vor einem Fototermin ausführlich über das beabsichtigte Ziel unterhält. Darin sehe ich den wesentlichen Unterschied zu einem Fotoshooting bei einem Profifotografen, wo man klick-klack seine Portraits nach Schema "F" verpaßt bekommt. Der andere Unterschied besteht darin, dass ich keine Studioausrüstung besitze und daher gern und vorzugsweise mit dem natürlichen Licht bei Außenaufnahmen arbeite.

Aktfotografie

Häufig taucht bei Gesprächen über Fotografie von Personen auch immer wieder die Frage nach der Aktfotografie auf. Dazu möchte ich erst einmal etwas zum Begriff Aktfotografie selbst sagen. Beim klassischen Akt handelt es sich um die Darstellung des nackten menschlichen Körpers ohne dabei vordergründig die Person darzustellen. Dazu ist häufig das Gesicht abgewandt oder befindet sich außerhalb des Bildausschnittes. Auch wird die Darstellung der Genitalien ausgelassen. Diese sind verdeckt oder nicht ausgeleuchtet oder gar wegretuschiert. Neben dieser klassischen Aktdarstellung gibt es auch Fotos die unbekleidete Personen portaitieren und ebenfalls als Aktfoto bezeichnet werden. Auch im Bezug auf die Darstellung der Genitalien hat sich die Aktfotografie geöffnet und sogar die Darstellung des männlichen Gliedes findet man heute, was im klassischen Akt ein absolutes Tabu ist. Beispiele dafür sind die Arbeiten von Herlinde Koelbl und Robert Mapplethorp. Mehr noch als bei der Portraitfotografie ist bei der Aktfotografie ein gutes Verhältnis zwischen dem Modell und dem Fotografen von Nöten. Deshalb ist in meinen Augen die Aktfotografie schwieriger und aufwendiger. Es gehört eben mehr dazu als die Sachen abzulegen und auf den Auslöser zu drücken.

Erotische Fotografie

Wenn die Begriffsbestimmung bei der Portrait- und Aktfotografie schon nicht einfach war, so ist sie bei der erotischen Fotografie noch weit schwieriger. Vielleicht sollte man ganz einfach sagen, erotische Fotos sind Fotos, die die sexuelle Phantasie beflügeln. Und genau an dieser Stelle liegt die Schwierigkeit, denn so verschieden wie die sexuellen Phantasien unterschiedlicher Menschen sind, sind auch die Fotos, die sie als erotisch empfinden. Was für den einen ein ganz banales Foto ist, kann auf einen anderen hoch erotisch wirken. Was für einen erotisch ist, kann auf andere abstoßend wirken. Es muß sich dabei auch nicht unbedingt um Abbildungen von Menschen handeln, da sexuelle Phantasien auch durch Fetische erregt werden können. Unter Wikipedia findet man folgende Erklärung: „Als erotische Fotografie bezeichnet man ein fotografisches Genre, das stilistisch zwischen Aktfotografie und Pornografie angesiedelt ist. Zur erotischen Fotografie gehört die Darstellung des mehr oder weniger nackten menschlichen Körpers in einem sexuellen Bezug. Die Unterscheidung zur Pornografie ist oft weitgehend subjektiv; die erotische Fotografie steht immer im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit, Ästhetik, Kitsch, Provokation und dem Verstoß gegen 'die guten Sitten'.“

Fotos gibt es wie Sand am Meer. Kameras mit denen man schnell und einfach gute Fotos machen kann, kann man in allen Preislagen kaufen. Aber was macht nun ein Foto zu einem guten Foto? Eine Antwort darauf zu finden, ist in meinen Augen der erste Schritt, selbst gute Fotos zu machen. Wenn ich ein Foto betrachte, so beschäftige ich mich damit, was mir an diesem Foto gefällt, was ich vielleicht in einem eigenen Foto auch mal realisieren möchte oder was mir nicht gefällt und was ich anders gemacht hätte. Als zweites ist es sicherlich von Vorteil einige Grundkenntnisse über die physikalischen und chemischen Gesetze, die bei der Entstehung eines Fotos wirken, sowie die psychologischen Wirkungen, die man mit der Bildgestaltung erzielen kann, zu besitzen. Grau ist alle Theorie, jedoch auch im diesem Fall manchmal ganz nützlich. Erst an letzter Stelle möchte ich die Fotoausrüstung nennen, denn sie hat meiner Meinung nach den geringsten Einfluß darauf, ob ein Bild gut oder schlecht wird. Es kommt eben zum Glück noch immer in erster Linie auf den Menschen an, ob nun vor oder hinter der Kamera.

Wer mehr von mir erfahren möchte oder sich von mir fotografieren lassen möchte, kann sich gern bei mir melden. Einen Erfahrungsaustausch schätze ich sehr und noch viel lieber fotografiere ich.



mail@DeinFotograf.de